GESCHICHTE

Die Geschichte des Sattels

[Keine Beschreibung eingegeben]Vor rund 6000 Jahren begann der Mensch, das Pferd zu zähmen – und schnell wurde klar, dass man sich mit Hilfsmitteln sehr viel leichter auf dem Rücken des Pferdes halten und es steuern konnte. Die ältesten Sättel der Nomadenvölker Zentralasiens dienten jedoch weniger als Reit- denn als Packsättel. Die Römer benutzten Lammfelle, die mit einem Bauchgurt befestigt wurden, und es dauerte noch eine ganze Weile, bis der Sattel eine solche Festigkeit und vor allem auch Steigbügel bekam, die dem Reiter den für kriegerische Auseinandersetzungen überlebenswichtigen Halt boten.

[Keine Beschreibung eingegeben]Obwohl das Grundprinzip des Sattels bis heute im Wesentlichen unverändert geblieben ist, ist die Vielfalt der Satteltypen entsprechend den verschiedenen Reitsportdisziplinen groß: Ein Dressurreiter stellt an seinen Sattel ganz andere Ansprüche als ein Wanderreiter.


Die Geschichte des Sattelsitzens

[Keine Beschreibung eingegeben]Seit Jahrtausenden sitzt der Mensch auf dem Pferd. Doch die Entwicklung des Arbeitens im Sitzen vollzog sich völlig losgelöst von den Erfahrungen der „ersten Langzeitsitzer der Welt“, der Reiter. Auch wenn Berühmtheiten wie Goethe oder Kaiser Wilhelm II. die Vorzüge des „Sitzbocks“ zu schätzen wussten, gereichte es dem Sattelstuhl keineswegs zu Ruhm und Ehre.

[Keine Beschreibung eingegeben]Der norwegische Designer Peter Opsvik war es, der sich von der natürlich aufrechten Haltung des Menschen auf dem Pferd und von der Sattelform inspirieren ließ und 1984 den Sattelstuhl-Klassiker „Capisco“ erfand. Die Idee machte Furore, und inzwischen gibt es eine ganze Reihe verschiedener Sitzgelegenheiten nach dem Sattelsitzen-Prinzip. Noch immer gehört es zu den Grundsätzen unserer modernen Gesellschaft, dass die Arbeit im Sitzen erledigt wird. Hätte man damals einen anderen Weg eingeschlagen – wer weiß, wie der kulturgeschichtliche Stellenwert des Sitzens heute aussähe?