DIE ENTWICKLER

Peter Opsvik - Mister Sattelstuhl

[Keine Beschreibung eingegeben]Bei gutem Design fragt man sich häufig, warum nicht schon früher jemand auf die Idee gekommen ist. Der Sattelstuhl „Capisco“ des norwegischen Designers Peter Opsvik ist solch ein Designklassiker, der 1984 als absolute Innovation gefeiert wurde. „Viele Ergonomiefachleute haben damals ihre einzig und allein richtige Sitzposition propagiert, und ich habe ihnen allen immer Recht gegeben.
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[Keine Beschreibung eingegeben]Ich sah es als meinen Job an, einen einzigen Stuhl zu designen, der möglichst viele dieser guten Sitzpositionen ermöglicht und der es dem Besitzer leicht macht, zwischen den verschiedenen Haltungen immer wieder zu wechseln“, so Opsvik. „Reiter sitzen stundenlang im Sattel und bleiben dabei rückenfit, und zwar ganz einfach deshalb, weil sie dynamisch sitzen. Das mache ich mir zunutze“, dachte Opsvik und begann zu tüfteln. Das Ergebnis erinnert schon auf den ersten Blick an den Sattel, hat aber noch einiges mehr zu bieten. Bis heute einzigartig ist zum Beispiel die flügelförmige Rückenform, die diverse Sitzpositionen erlaubt und sich dabei von der Rückenstütze über die Armablage bis zur Brustlehne wandelt. „Die Freiheit der Bewegung ist genauso wichtig wie die Unterstützung des Körpers“, ist Opsvik überzeugt.

Veli-Jussi Jalkanen - Der ideensprühende Finne

[Keine Beschreibung eingegeben]Wenn Menschen etwas mit Begeisterung tun, kann das Ergebnis eigentlich nur gelingen. Veli-Jussi Jalkanen ist dafür das beste Beispiel: Seit er 1990 auf die Idee gebracht wurde, sich der Entwicklung der „anderen Art“ des Sitzens zu widmen, ist der Finne vom „Sattelstuhl-Virus“ infiziert. „Salli – sit happy“ heißt seine Firma, die seither immer wieder auf sich aufmerksam macht.
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[Keine Beschreibung eingegeben]Das Besondere: die geteilte Sitzfläche, die sich bei Männern und Frauen gleichermaßen bewährt hat und den Druck auf die Beckenorgane deutlich reduziert. Eine Entlastung von Rücken und Gelenken, ein verbesserter Stoffwechsel, höhere Beweglichkeit – dies alles hat für Jalkanen nicht nur Auswirkungen auf das Wohlbefinden, sondern kommt auch Produktivität der Arbeit zugute. Und so schaut der Salli-Experte über den Tellerrand, macht sich Gedanken darüber, wie die Arbeitswelt insgesamt optimiert werden kann. „Die Zukunft gehört den Sattelstühlen“, ist der Finne überzeugt, „die Vorteile sind einfach nicht zu übersehen, und nur so lassen sich Modeerkrankungen von Prostata, Knie oder Lendenwirbelsäule in den Griff kriegen.“ Sein Traum: ein Forschungsinstitut für Sitzgesundheit, um den Auswirkungen des Sitzens mit mehr Studien noch besser auf den Grund zu gehen. „Der beste Standort wäre China: Immer mehr Chinesen arbeiten lange und ohne Pausen im Sitzen und sind von den damit zusammenhängenden gesundheitlichen Problemen stark betroffen. Es wird höchste Zeit, das Thema Ergonomie dort ins Bewusstsein zu bringen.“

Dick Elgmo - Mut zu Innovationen

[Keine Beschreibung eingegeben]Klassischer Arbeitsstuhl einerseits, Sitz-Steh-Stuhl in Sattelform andererseits – in dieser Kombination sieht Dick Elgmo die Zukunft ergonomischer Entwicklungen. Seit 1997 entwickelt und produziert sein Unternehmen Frapett in Schweden höhenverstellbare Sitzmöbel für verschiedene Arbeitsanforderungen. 2001 kam dann das Solo-Projekt hinzu: ein Stuhl in Sattelform, den der Benutzer fast bis zur Stehposition in der Höhe verändern kann.
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[Keine Beschreibung eingegeben]„Die Entwicklung von Solo war die komplizierteste, die wir je hatten“, berichtet Elgmo. Damit die schmale Sattelsitzform auch bei längerem Arbeiten bequem bleibt, verlängerte man bei Frapett die Auflagefläche für die Oberschenkel, die für eine bessere Gewichtsverteilung sorgen und den Solo-Modellen viel Ähnlichkeit mit einem Reitsattel geben. Eine echte Innovation und die mutige Alternative zum klassischen Fußrollenkreuz ist der „Balance-Fuß“, der den Körper zu ständigen feinen Bewegungen anregt.“Jeder dritte neue Arbeitstisch in Schweden ist höhenverstellbar, und heute setzt es sich mehr und mehr durch, wirklich kombiniert zu arbeiten: mal sitzend am alten Schreibtischstuhl, mal stehend, vor allem aber in den verschiedenen Positionen, die ein kombinierter Sitz-Steh-Stuhl bietet“, so Elgmo, der selbst den ständigen Wechsel nicht mehr missen möchte: „Je öfter ich meine Arbeitsposition verändere, desto produktiver verläuft mein Tag!“

Swippo von Nitzbon - Ganz nah dran am Original

[Keine Beschreibung eingegeben] Form, Farbe und Material – beim Swippo erinnert einfach alles an das Original, dem der Sattelstuhl nachempfunden ist. Dickes, strapazierfähiges Leder hat Petra Nitzbon-Grimberg, Geschäftsführerin des Hamburger Unternehmens Nitzbon, für den Swippo ausgewählt. Und wer könnte dies besser liefern und auf die Sitzfläche ziehen als die Firma Stübben, einer der führenden Reitsattelhersteller Deutschlands?
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[Keine Beschreibung eingegeben] Der kleine blaue Sattelnagel, unter Reitern ein bekanntes Markenzeichen, ist ein liebevolles Detail, das außerdem ein Beleg ist für die Echtheit des Materials. Natürlich gibt’s den Swippo auch mit Microfaser- oder Kunstlederbezug und in diversen Farben. Für welche Ausführung auch immer man sich entscheidet: In jedem Fall profitiert der Besitzer von dem ergonomisch durchdachten Konzept mit stufenloser Höhenverstellung und einer individuell anpassbaren Sitzflächenneigung. Eine Besonderheit ist auch die Umweltverträglichkeit des cleveren Sattelstuhls, die ihm bereits Platz 1 unter den „rückenfreundlichen Stühlen“ von der Stiftung Ökotest einbrachte: Der Sitzrohling wird aus umweltfreundlichem Material hergestellt und muss im Fall einer Entsorgung nicht dem Sondermüll zugeführt werden. „Dies war für uns ein wichtiger Aspekt in der Entwicklung des Swippo“, erinnert sich Petra Nitzbon-Grimberg.

Meeting Point von RBM - Neue Sitzvisionen

[Keine Beschreibung eingegeben]Dass man auch bei informellen Gesprächen in Foyers nicht auf das ergonomische Sattelsitz-Feeling verzichten muss, verdanken wir dem niederländischen Designer Hans de Wit. Mit „Meeting Point“ kreierte er für die dänische Firma RBM ein Möbel, das mit klaren und weichen Linien nicht nur ein Hingucker, sondern auch unglaublich bequem ist.
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[Keine Beschreibung eingegeben] Genau das Richtige also für das Erleben einer neuen Sitzvision und für den Einstieg in ein spontanes Gespräch. Die Kombinationsmöglichkeiten der einzelnen Module sind schier unendlich, und dank der Vielfalt der lieferbaren Farben lässt sich „Meeting Point“ perfekt in bisher vielleicht vernachlässigte Räume integrieren, die nun mit ganz eigenem Leben gefüllt werden können. RBM gehört zu Nordeuropas größten Herstellern von Büro-, Konferenz- und Gastronomiemöbeln und hat sich ganz der optimalen Kombination aus Ergonomie und Design verschrieben. Außerdem engagiert sich das Unternehmen in dem Forschungsprojekt „Der sitzende Mensch“ an der Universität Aalborg.